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Vor gut zwei Wochen habe ich von meinem Ärger mit meinem Vodafone-DSL-Anschluss berichtet. Die Telekom hat mich zweimal sitzen lassen, und ich habe Schlussendlich dreieinhalb Monate auf meine Leitung warten müssen. Dreieinhalb Monate während derer ich mich zum Glück mit dem UMTS-Router von Vodafone im Netz bewegen konnte, nur leider sind damit keine günstigen Auslandstelefonate möglich, und die Geschwindigkeit ist auch nicht grad das gelbe vom Ei.
Wider Erwarten kam der Telekom-Techniker dann tatsächlich zum fünften angekündigten Termin am 29. Dezember. Ich war leider nicht persönlich anwesend, aber meine Verlobte konnte mir berichten dass er gerade mal 15 Minuten für die Arbeiten brauchte.
Moooment … 15 Minuten Arbeit? Und dafür musste ich nun dreieinhalb Monate warten? Und 5 Mal einen ganzen WERK-Tag die Klingel bewachen? Krass wie die Telekom die Kunden ihrer Reseller behandelt!
Ich werde eine Beschwerde an Vodafone schreiben. Mir ist klar dass das nicht deren Schuld ist, aber mit denen habe ich nunmal den Vertrag, und nicht mit der Telekom. Bei der Telekom habe ich keine Handhabe, aber wenn sich genügend Menschen bei ihren Providern beschweren, werden die wohl irgendwann mal die Faxen dicke haben, und der dicken Tante-T Feuer unter ihrem Magentafarbenen Pavian-Arsch machen (hoffentlich).
Ich habe kein TV-Empfangsgerät, und meine Tageszeitung wird seit ca. 2 Wochen von irgend einem Penner geklaut, bevor ich früh morgens von meiner Wohnung im 4. OG nach unten tappsen, und sie von der Haustürschwelle auflesen kann.
Daher sind die Ereignisse der vergangenen Tage rund um den Klimagipfel in Kopenhagen auch gründlich an mir vorbeigegangen. Jetzt bin ich auf Umwegen über ein paar Youtube-Videos gestolpert, die viele von euch vermutlich schon kennen, welche mich gelinde gesagt, erschüttert haben.
Sie zeigen wie Beamte der Dänischen Polizei augenscheinlich wilkürlich und gnadenlos gegen gewaltfrei demonstrierende Menschen vorgehen. Das beinhaltet zahllose geziehlte Schläge mit Gummiknüppeln, Tritte, Schläge gegen teils sitzende, teils liegende Menschen, und umfangreichen und gezielten Einsatz von Reizgas. Nicht selten wird hierbei aus unmittelbarer Nähe (ca. 5-10cm) in die Gesichter gesprüht.
Mich schockieren diese Bilder aus mehreren Gründen: Zum einen, wegen der Brutalität, mit der hier eine sogenannte demokratische Regierung ihre Kritiker unterdrückt, des weiteren, weil die Leute die all das erleiden mussten, es schaffen ruhig zu bleiben. Bis auf geringfügige Abwehr wendet dort kein Demonstrant Gewalt an – während ich beim anschauen dieser Filme von Trauer und beinahe ohnmächtiger Wut befallen werde. Ich kann mir nicht vorstellen dass so etwas in Berlin so friedlich abgelaufen wäre.
Das sind Szenen die nicht im Entferntesten in das Image passen, mit dem sich Staaten schmücken wenn sie das Demokratie-Wimpelchen auf ihren kapitalistisch angetriebenen Lobbypanzer stecken. So etwas passt viel mehr in das Bild, mit dem das Schreckgespennst der undemokratischen “Schurkenstaaten” welches die USA (und ideologisch angeschlossene Teritorien – wie wir zum Beispiel) gerne verbreiten.
Aber was rege ich mich denn auf … ist doch alles nichts neues, und auch lang nicht so schlimm wie damals 2001 in Genua. Man muss sich einfach nur weit genug von den Verrückten fern halten, die eine andere Meinung als die von der geliebten Regierung empfohlene haben – und es wagen diese Öffentlich zu vertreten. Dann kann man ganz sicher und entspannt leben (meißtens jedenfalls).