Archive for the ‘Ein Herz für Diebe’ Category
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In der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zum Jahr 2008 (die gibts hier) heißt es:
“Bei insgesamt 3.440 Fahrraddiebstählen im gesamten ÖPNV im Jahr 2008 gegenüber 2.397 Taten im Vorjahr weist dieses Delikt unter allen hier betrachteten Straftaten bzw. Straftatengruppen mit 43,5% die größte Steigerungsrate auf.“
Und weiter:
“Vorrangig kommt es zum Diebstahl von Fahrrädern, die von Pendlern an S-Bahnhöfen abgestellt werden.“
Allerdings sind das noch verhältnismäßig kleine Zahlen im Vergleich zu den insgesamt gemeldeten Fahrraddiebstählen. Hier gab es nämlich mit 23.645 gemeldeten Fällen ein Plus von 3.399 Fällen, oder 16,8% mehr als im Vorjahr 2007! (Zu finden auf Seite 20 der PKS).
Und weil das echt nicht sein muss wenn man ein paar simple Grundsätze beachtet, werde ich hier weiterhin auf typische und untypische Fehler hinweisen die beim anschließen von Fahrrädern vorkommen können. Zum wirklich sicheren Anschließen des Bikes gehört neben der richtigen Wahl einer geeigneten Position für das Schloss am Rad selbst, auch eine geeignete Gegenseite, damit das Fahrrad keine “Flügel bekommt”. Leider sind einige gut gemeinte Fahrrad-Anschließplätze bereits mit derart gravierenden Schwachstellen konstruiert, dass das beste Schloss völlig wertlos wird. Hierzu zählen insbesondere solche, die sich mit minimalem Einsatz von Werkzeug auseinander schrauben lassen, oder so dünn gestaltet sind, dass sie schneller “geknackt” sind als das Schloss selbst.
Außerdem werden leider im Handel viele Schlösser angeboten, die einem geübten Dieb wenig bis garkeinen Widerstand entgegensetzen. Deswegen werde ich einige Fahrradschlösser vorstellen, und auf eventuell vorhandene Schwachstellen hinweisen. Zum Beispiel lassen sich billige Schlösser in vielen Fällen mit einfachsten Mitteln öffnen. Manche mit einer kleinen Hand-Kneifzange, andere mit einem schlichten Flachschraubendreher!
Das alles, und mehr – in kürze auf diesem Blog!
Geht an den (noch) Besitzer dieses Fahrrades, der es anscheinend hier in Moabit abgestellt hat, damit Bedürftige auf der Suche es auch ja nicht übersehen. Auch das Schloss ist strategisch günstig platziert, um dem neuen Besitzer die Weiterfahrt nicht allzusehr zu erschweren, oder ihn gar in unnötige Gefahr zu bringen.
Ein Herz für Diebe? Es geht um Fahrräder und ums Sichern der selben.
Ich lebe in Berlin. Und auch wenn man hier nicht von einer exemplarisch fahrradfahrerfreundlichen Stadt sprechen kann, gibt es doch eine bedeutende Anzahl von Leuten die jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule zur Uni oder zur Arbeit fahren, wo das Gefährt dann auf die eine oder andere Weise vertäut wird.
Hier kann man deutlich zwischen den An- und den Abschließern unterscheiden:
Die Anschließer suchen sich einen Fahrradständer oder Pfosten um ein Wegtragen des Zweirads zu verhindern. Die Abschließer hingegen gehen weitaus sorgloser mit der Thematik um, und verhindern lediglich das Wegfahren auf mehr oder weniger wirksame Weise. Hierbei lassen diese vertrauensseligen Zeitgenossen völlig außer Acht, dass jemand das Rad einfach wegtragen könnte, um es dann in der Abgeschiedenheit einer Brücke oder der eigenen vier Wände von der Wegfahrsperre zu befreien.
Aber auch den Radfahrern, welchen der Wert und die Flüchtigkeit ihres Eigentums bewusst ist unterläuft gelegentlich aus Unachtsamkeit Fehler beim Schutz gegen Langfinger. Hier sind schon die abenteuerlichsten Möglichkeiten vorgekommen den bestgemeintesten Diebstahlschutz in Wohlgefallen aufzulösen. Das fängt bei der Auswahl von ungeeigneten Anschließgelegenheiten an, und hört beim völligen Verfehlen der Selbigen, und dem Offenlassen des Schlosses auf.
Ich werde in dieser Kategorie in Wort und Bild davon berichten, wenn mir mal wieder ein bemerkenswertes Beispiel von Großherzigkeit für die armen Fahrraddiebe begegnet ist. Zum einen weils lustig ist. Und auch weil man, wenn man weiß was alles die Sicherheit des lieben metallenen Reittiers gefährden könnte, wachsamer wird und möglicherweise nicht die gleichen Fehler macht.
In diesem Sinne: