Archive for the ‘Antiparadigma’ Category
You are currently browsing the archives for the Antiparadigma category.
You are currently browsing the archives for the Antiparadigma category.
Gerade drifte ich sanft auf den ufernahen Strandwellen aus einem durchsurften Nachmittag, da wirft es mich vom Brett zurück ins tiefe Wasser. Ich bin auf ein Posting auf Golem.de aufgelaufen, welches sich um die Einschränkung der anonymen, freien Meinungsäußerung im Netz drehte, über die dazugehörende Diskussion in die argumentativen Untiefen eines “Welt-Online”-Artikels geplumpst. Ein Herr Gut (mit Vornamen Philipp) tut hier seine Meinung zur derzeit sehr trendigen Toleranz gegenüber Homosexualität kund.
Und weil gegen-den-Trend-sein ja stehts sehr Trendy ist, kommt er laut der angehängten Umfrage, und den (ebenso bewertbaren) Kommentaren, bei der Mehrheit der Welt-Online-Leserschaft mit dieser Meinung gut an. Ist ja auch verständlich … wenn man als erzkonservativer Mensch von einer Trendwelle überrumpelt wird, die eine Meinung populär macht, welche der eigenen Wirklichkeitsauffassung diametral entgegensteht, und die eine Gegenrede als “völlig unpopulär” darstehen lässt. Dann kann man schon mal glücklich mit in den Chor der “Ja genau!”-sager einfallen, die sich durch diesen mutigen Schreiberling bestätigt und gerächt(fertigt) fühlen.
Wenn man Homosexuellen gegenüber aber von Hause aus keinerlei Vorbehalte hat, kann einem beim Lesen dieses Textes schon ein wenig säuerlich die Galle hochkommen!
Was Herr Gut da als Liberale Meinung verkauft, ist meiner bescheidenen Meinung nach, mit Leichtigkeit dazu angetan die ohnehin noch breitflächig vertretene Homophobie des Welt-Spießertums erneut aufflammen zu lassen. Er schreibt in einem süffisant hämischen Ton und mit deutlich lesbarem Naserümpfen über “das Theater das um die Schwulen- und Lesbenszene in der Öffentlichkeit gemacht wird”. Er nennt hierbei in schneller Abfolge die Bereiche, die bereits von Homosexuellen besetzt sind. Er fährt fort, über die Homo-Paraden herzuziehen, die sich bekanntermaßen von den früheren Protestkundgebungen, zu öffentlich und touristisch geschätzten Volksfesten gewandelt haben. Er nennt Interessengruppen für Homosexuelle bei Polizei und Armee in dem selben verständnislosen Tonfall, und versucht damit ein Bild zu kreieren, in dem unsere weitgehend heterosexuelle Gesellschaft von Schwulen unterwandert und überrannt wird. Wo Menschen geradezu dazu gezwungen würden Schwul oder Lesbisch zu sein.
Das die gesteigerte Akzeptanz es den Betroffenen leichter macht ihre Orientierung zu finden, und sich dennoch gut zu fühlen erwähnt er dabei nicht. Ich kann hier nur als Zaungast für dieses Themas sprechen, da selbst nicht homosexuell bin. Aber es fällt mir leicht mir vorzustellen, dass es für einen jungen Menschen sehr schwer sein kann in dieser Frage eine unvorbelastete Entscheidung zu treffen, wenn dieses Thema in der Gesellschaft in der er verkehrt noch keine selbstverständlichkeit ist.
Anders ausgedrückt: Wenn die zu erwartende Reaktion auf das “Comming Out” eine andere ist, als schlichte Akzeptanz, dann kann diese Entscheidung nicht unvorbelastet gefällt werden. Und das bedeutet dass weiterhin Menschen entweder ein Doppel-Leben führen, und täglich Lügen werden, oder eben sich die Mainstream-Schuhe anziehen um Problemen aus dem Weg zu gehen. Nur dass man sich eben in den falschen Schuhen früher oder Später die Füße kaputtmacht, und keine rechte Freude mehr am Gehen hat.
Das alles kehrt Herr Gut als Propagandist der neuen Anti-Anti-Intoleranz mal eben unter den Teppich und sagt: Wir haben doch bereits schwule und lesbische Politiker - ist doch alles im Lot! Nein ist es nicht Herr Gut! Solange sich noch Leute in irgendeiner Weise an diesem Thema reiben, ist es noch nicht gegessen, und Gleichstellung ist noch nicht erreicht!
Es mag ja sein, dass er prima damit leben kann, wenn er von diesem Thema einfach nicht tangiert wird, damit verlangt er aber von den betroffenen Stillschweigen zu bewahren, über eine Elementare Persönlichkeits-Eigenschaft. Es gibt viele Leute die so denken: “Ist mir egal solange ich nichts davon mitkriege.”. Das ist aber nicht das, was man unter Gleichberechtigung versteht.
Wer den Artikel gelesen hat, wird vermutlich verstehen was ich meine. Er schreibt gegen Ende als Befürchtung: “Wie sehr interessiert es uns eigentlich, wer welchen sexuellen Praktiken nachgeht und warum? Kommt als Nächstes die Latexfraktion? Oder beglücken uns die Tierliebhaber mit ihren Vergnügungen?”
Ich denke damit ist klar das dies keine einfache Meinungsäußerung mehr ist, sondern gut kaschierte Hetze in einer großen deutschen Zeitung. Dann bleib ich doch lieber Tolerant: MC-Frontalot auf Youtube
Und weiter gehts mit Eintragen direkt aus dem Handy:
Wie versprochen war ich einige Tage Später bei ”Vanille und Marille” und habe mir mal eine Sorte empfehlen lassen. Die Wahl fiel auf ”Sesam mit karamelisiertem Honig”.
Kennt ihr ‘Halva’? … Genau so schmeckt dieses Eis! Nur etwas weniger süß, und eben als superleckeres, kremiges Eis!
Einige Tage später war ich wieder dort, und probierte Banane-Schokosplit (oder so ähnlich) und Pistazie. Von letzterem kann ich nur sagen: es schmeckt sehr deutlich und unverfälscht nach Pistazien, und machte mir mal wieder klar, dass die Dinger einfach nicht mein Fall sind.
Ganz anders dagegen das Eis mit Banane! Sowohl Banane, als auch Schokolade liegen sehr auf meiner Wellenlänge, aber sonst halte ich mich in Allgemeinen von Bananeneis fern, weil es fast immer entsetzlich künstlich schmeckt… Dieses nicht!
Es hatte sogar die leicht zähe Konsistenz von Bananen die man mit etwas Quark in einer Schüssel zu einem Brei zerrdrückt … super!
Okay, die Schokolade kam insgesamt ein Wenig zu kurz, aber angesichts dieses Phänomenalen Bananeneises kann ich das gut verschmerzen.
Also, eine weitere hervorragende Eisdiele, pardon – Eismanufaktur, die ihre Eiskrem zur abwechslung mal aus richtigen, frischen Zutaten, und nicht aus Fertigmischungen herstellt. (Kennt jemand noch weitere im Großraum Berlin?)
Ich bin gerade umgezogen, und habe natürlich vergessen das rosane Umzugsformular 37b rechtzeitig vier Wochen früher bei der Abteilung für Internetanschluss-umlegungsangelegenheiten meines Providers einzureichen. Daher sitze ich jetzt wohl zu recht ohne da.
Aber wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg, und so verfasse ich in eben diesem Moment per Daumengymnastik auf meinem betagten K800i einen Lobesgesang auf mobiles Internet mit Opera-Mini und UMTS.
Wer kein iPhone und auch sonst kein Gerät mit vorsätzlich erweiterten Internetfähigkeiten hat, der kommt um Opera-Mini nicht herum.
Der kleine Bruder des gleichnamigen Desktopbrowsers verbindet sich mit dem Netz über einen Kostenlosen Server der Herstellerfirma in Schweden. Dieser leistet umfassende Vorarbeit bei der Komprimierung von Grafiken, Bildern und HTML-Seiten zur Reduzierung des übertragenen Datenvolumens. Weiterhin wird das Layout der Seiten an die Anzeige auf dem kleinen Handy-Display angepasst.
Soviel zur Theorie. Aber auch in der Praxis funktioniert das wirklich ausgezeichnet! Textblöcke werden auf Bildschirmbreite begrenzt, wodurch horizontales scrollen total entfällt. Es gibt hervorragende Vor- und Zurück-Shortcuts, eine Lesezeichenfunktion mit Schnellzugriff und auf Wunsch kann man jederzeit in den Querformats-Modus wechseln.
Tja, und sogar komplexe PHP-Seiten lassen sich einwandfrei darstellen und bedienen.
Größter Haken an der Sache ist allein der Umstand, dass man dem Hersteller der Software, der auch Betreiber des Proxiservers ist ein gewisser Vertrauen entgegen bringen muss was die darüber übertragenen Daten und Kennworte angeht. Aber da ich über Opera-Software bisher nichts Schlechtes gehört habe…
Als ich gestern mal auf meinem (unmotorisierten) Zweirad an der Grolmanstraße vorbei fuhr, machte sich eine, zu früherem Zeitpunkt mit diesen Koordinaten verknüpfte Erinnerung bemerkbar: “Hier ist ein interessanter Laden den Du dir mal ansehen wolltest!”. Naja, nur welcher? Ich bin dann einfach auf gut Glück die Straße lang gefahren, und nach etwa 100 Metern war es dann auch wieder klar…
“Lautlos durch Berlin” war das Ziel meiner Neugierde gewesen – ein kleiner Shop, der in meinen Augen einer der ersten Brückenköpfe der Stadtmobilität der kommenden Jahrzehnte ist. Man kann dort elektrisch motorisierte Zweiräder ansehen, testen, leihen und kaufen. Read the rest of this entry »
Ich habe nun endlich verstanden wieso die werten Herren Politiker soviel Zeit und Energie in die Etablierung einer technischen Struktur zur Zensur Ausblendung von Inhalten im Internet stecken, anstatt den nachweislich einfacheren Weg zu gehen: Nämlich an die technischen Verantwortlichen der Server auf denen dieser Scheiß liegt, heranzutreten, und so für die endgültige Löschung zu sorgen!
Das kommt ganz einfach daher, dass diese Inhalte notwendig sind, als Argumentationsgrundlage, um die von unseren Lenkern so sehnlich erwünschte Zensurstruktur herbeizudiskutieren.
Ein Schelm wer böses dabei denkt! Wenn man nun diesen verwerflichen Gedankengang fortführt, und sich mal überlegt dass von diesen legislativen Instanzen die Inhalte geduldet und benötigt werden – dann könnte man fast zu der Überzeugung kommen dass hier nicht nur eine Duldung, sondern gar eine (wenn auch nur indirekt und über Kontaktpersonen in Auftrag gegebene) Verursachung vorliegen könnte … aber halt! sowas darf man keineswegs denken über die werten Herren Politiker, die ja bekanntermaßen über alle Zweifel erhaben sind!
Ha!
Und da wir diesen schändlichen Komplott ja jetzt durchschaut haben, könnten wir ihnen vortrefflich in ihre schöne Sandburg stapfen, und einfach selber für eine Löschung von derart abstoßenden Inhalten sorgen. Meist reicht ein Hinweis per eMail an den Webhoster, auf dessen Servern die abstoßenden Inhalte gelagert und feil geboten werden. Und sobald die fraglichen Inhalte drastisch reduziert wurden, (von einer vollständige Ausmerzung kann man leider wohl nur träumen), ja sobald das geschehen ist, würde auch die Grundlage entzogen sein, auf der diese Zensur etabliert wurde – und sie müsste wieder abgerüstet werden!
Wir müssen also nur warten, bis die Sperrlisten bei Wikileaks auftauchen, und können sofort anfangen Sandburgen einzutreten! HarHar!
Danke für den Denkanstoß an das Medienradio!
Zensursulaaa! Ok, das schöne Zensursula-Lied von Oliver Kels ist jetzt bereits seit vier Tagen bekannt, und damit nach den Maßstäben unserer schnellebigen Zeit schon mindestens komplett etabliert, und in spätestens zwei Tagen dann ein alter Hut. Aber ich will ja auch gar keinen Anspruch auf die absolute minutengenaue Aktualität erheben.
Vielmehr möchte ich einen Kommentar auf dieses Lied, der bei Youtube vor zwei Stunden eingestellt wurde (oha! Hochaktuell also!) zitieren, wo MadBek79 schrieb:
“Aus der Sicht des Hammers besteht die Welt nur aus Nägeln. (Okay, wenn einer sich für einen Hammer hält, dann hält er alle anderen Köpfe, die er um sich herum sieht, für Nagelköpfe. Auf die haut er drauf. Die versenkt er im Holz oder in der Wand oder wo immer. Und dann schaut er sich um und grunzt zufrieden: freie Sicht bis zu den Alpen! Welch eine Weitsicht!)”
Schön gesagt finde ich! (Auch wenn man auf Youtube keine Pingbacks setzen kann).