Avatar schauen – lieber in 2D oder in 3D?
Ich habe gestern zum zweiten Mal “Avatar – Reise nach Pandora” geschaut. Dieses mal nicht in “RealD”-3D sondern ganz klassisch in 2D, dafür aber in englisch, ohne Untertitel. Und weil ich schon öfters gefragt wurde ob sich die 3D-Version lohnt, fasse ich hier mal meine Eindrücke für euch zusammen.
Wie funktionierts?
Die verwendete 3D-Technologie – “RealD” – verwendet eine simple, leichte Polarisationsbrille um die zwei Bilder für die Augen zu trennen. Auf die Leinwand werden 60 Bilder/Sekunde projeziert, die immer abwechselnd polarisiert sind – wechselnd zwischen 45° im Uhrzeigersinn und 45° entgegen dem Uhrzeigersinn. Passend dazu sind die Brillenscheiben auf der einen Seite +45° und auf der anderen -45° polarisiert, und auf lassen dann pro Auge nur die dafür bestimmten 30 Bilder durch. Die anderen 30 werden abgedunkelt. Wikipedia-Artikel lesen
Bei mir war der zeitliche Abstand zwischen 3D und 2D recht groß (über 3 Wochen). Aber ich bin der Meinung dass die Auflösung in der 3D-Version deutlich höher ist. Außerdem hatte ich bei schnellen Schwenks in 2D viel mehr das Gefühl, dass die Bewegungen unscharf und ruckelig dargestellt wurden. Bei 3D sind’s immerhin 60 anstelle von 30 Bildern/sek. (ja – pro Auge nur 30, aber das Hirn bekommt ja dennoch einen konstanten Strom von 60 Bildern geliefert).
Dem entgegen steht, dass es in 3D zuerst (die ersten 25 Minuten etwa) ziemlich anstrengend für die Augen war. Da scheiden sich die Geister, aber ich hab gehört wenn man schön mittig sitzt, ist es besser als ganz am Rand (ich saß weder Mittig noch ganz außen).
Außerdem war in der nicht-3D-Version der Ton schlechter. Zwar hat das Cinestar scheinbar das besser justierte Soundsystem, aber das hilft auch nichts wenn der Ton mies klingt und zwischendrin sogar ‘Schluckauf’ hat und in der Qualität wechselt.
Fazit:
Nach der 3D-Version meinte ich “das brauche ich nicht“, und wollte mir die nächsten zwei Teile (soll ja ‘ne Trilogie werden) in 2D ansehen. Aber da mich die 2D-Version jetzt qualitativ ziemlich enttäuscht hat, werde ich wohl doch eher wieder in die 3D-Version gehen.
Bei 3D war das Gesamterlebnis einfach irgendwie ungetrübter, und ich hab’ mich viel mehr in den wunderschönen Bildern verlieren können. Nicht der 3D-Technik wegen – die war ein schönes Gimmick – sondern der besseren Qualität wegen.
Gibt es eigentlich nen Bericht über negative Einflüsse von 3D-Kinos?
Das Hirn ist ja nicht plastisch, sondern passt sich seiner Umwelt immer weiter an.
Also es wachsen ständig Gehirnzellen nach.
Wäre mal interessant zu sehen, ob jemand der ständig 3D-Filme sieht, dann irgendwann Wahrnehmungsstörungen hat.
Also ich spreche jetzt besonders die Sache an, dass der Input zwischen den Augen ständig wechselt.
Aber die Wahrnehmungsstörungen müssten ja auch bei 2D auftreten.