antiparadigma

Meine Aufmerksamkeit ist gestört, sagen die… (Meine Hyperaktive Weltsicht)
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14 Dec 2009

Vodafon-DSL, das Surf-sofort-Pakt, und die Telekom

Ich bin derzeit erster Hand in eine Geschichte involviert, wie man sie normalerweise nur in der c’t unter der Rubrik “Vorsicht Kunde!” zu lesen bekommt. Zwar ist bisher mein finanzieller Schaden verhältnismäßig gering, aber die Zeit und Nerven die ich bereits in meinen Internetanschluss Investieren musste sind beträchtlich.

Vor nunmehr über 3 Monaten habe ich mir, kurz nach meinem Umzug, ein Vodafone Surf-Sofort-Paket geholt. Und ich muss sagen – das klappt echt wie in der Werbung versprochen! Man geht in den Laden, schließt einen Vertrag zu günstigen Konditionen für einen DSL-Anschluss ab, bekommt für 9,95 Euro eine Haus-mit-Henkel-förmige Pappschachtel in die Hand gedrückt, und geht damit nach Hause. Dort steckt man die SIM-Karte in den UMTS-Stick, diesen dann in den Router, und das Netzteil des selben dann in die Steckdose; et voilà: Internet und Telefon! Sofort!

Da war ich erstmal schwer begeistert, und konnte mich kaum halten, denn die Lobpreisungen auf die neue Technik (Das milliardenteure UMTS-Netz) und die Leute von Vodafone, die hier mal einfach alles richtig gemacht zu haben schienen, wollten aus mir raus. Nunja, wenn man das was danach kommt außenvorlässt kann man auch sagen dass sie alles richtig gemacht haben, nur leider war das bei weitem noch nicht des Knoten Lösung…

Der 1. Anschalttermin

Die Zeit verstrich, und ich erhielt einen Termin, zu welchem die Telekom im Auftrag von Vodafone mir die Telefondose in die Wohnung legen sollte. Der Techniker kam, und fand keine funktionierende Verbindungsleitung zwischen meiner Wohnung im vierten Stock, und dem Verteilerkasten im Keller. Das heißt – Leitungen sind in meinem Haus reichlich vorhanden, nur scheint meine irgendwann von irgendwem, irgendwo auf der Strecke unterbrochen worden zu sein. Und um das zu beheben braucht der Techniker die Erlaubnis der Hausverwaltung, an die Abzweigdosen im Treppenhaus gehen zu dürfen. Da ich mich um diese erst noch kümmern musste, zog er unverrichteter Dinge wieder ab. Kein Problem soweit, kann ja mal passieren – “Steckt man ja nich’ drinne!”.

Der 2. Anschalttermin

Der Techniker kam garnicht erst vorbei, sondern rief an: “Mir fiel da grade auf, dass ich hier gar keine Kostenübernahme von Vodafone hab’. Haben Sie die? Von ihrer Hausverwaltung?” … hatte ich natürlich nicht – meine Vermieterfirma meint ein Telefonanschluss sei bei einer Mietwohnung nicht vorauszusetzen, und das legen des selben sei nicht ihr Problem – aber so sind britische Heuschreckenfirmen gewinnorientierte Hausverwaltungen eben.
Er kam also nicht, und schickte laut eigener Aussage einen Antrag auf Kostenübernahme an Vodafone. Ich weiß nicht ob der dort ankam, aber nach nur ein paar dutzend weiteren Minuten bei der sympatischen Vodafone-Hotline, mit ihrer total kaputten Wartemusik, wurde mir zugesichert, die Kosten für die Neulegung des Anschlusses würden natürlich übernommen.

Der 3. …

Ich erhielt also einen neuen Termin (zwischen 08:00 bis 16:00 Uhr) von der freundlichen und bemühten Vodafone Hotline (Ich verwende “bemüht” hier so wie Arbeitgeber in den gefürchteten Arbeitnehmer-Beurteilungen). Dieser rückte heran, und ich musste mich bereits zum dritten mal für einen (voraussichtlich halben) Urlaubstag von meinem Arbeitgeber entschuldigen.
Ich wartete, und wartete also, und aus dem erhofften halben Urlaubstag mit Internetleitung danach, wurde ein ganzer (unbezahlt!) und ich saß weiterhin mit meiner UMTS-Überbrückung da (der T-echniker kam einfach nicht, und hielt es auch nicht für nötig mich anzurufen). Nicht dass man mit UMTS nicht ins Netz käme, aber es ist einfach kein Vergleich zu DSL in Bezug auf Geschwindigkeit und Stabilität der Verbindung. Außerdem kann ich nichtmal meine VOIP-Festnetznummer daran nutzen, und bin für Freunde und Familie nur auf dem teuren Handy erreichbar.

Heute sollte es endlich geschehen – der 4. Termin!

Nunja, was soll ich sagen? Ich schreibe diese Zeilen nach wie vor über UMTS. Der Bedienstete von der vermaledeiten Telekom ließ sich erneut nicht blicken, und meldete sich auch nicht Telefonisch. Diesmal traute ich mich schon garnicht mehr meinen Arbeitgeber um Freistellung zu bitten, sonder verließ mich darauf, dass der Techniker bis 12:00 Uhr hoffentlich da gewesen sein würde (bis dahin konnte meine Verlobte zu Hause bleiben, und die Klingel bewachen).
Natürlich hatte ich umsonst gehofft. Und auch der freundliche Zettel an der Haustür, auf dem ich meine Situation dargelegt, und meine Telefonnummer notiert hatte, mit dem Vermerk bei einem Anruf in 20-30 Minuten da sein zu können, fand keine Beachtung (außer den Worten “mein Beileid” die ein Passant wohl dazu geschrieben hatte). Um 15:00 Uhr erhielt ich eine SMS mit dem Inhalt, der Techniker habe mich nicht angetroffen, und ich möge die Vodafone-Hotline (mit ihrem zerpflückten Wartemusik-Band, dessen Schäden ich inzwischen recht gut synchron verbal immitieren kann) anrufen, um einen neuen Termin zu erhalten.

HALLO? GEHTS NOCH?

(Natürlich hatte der Techniker keinen Zettel als Beleg seiner versuchten Anwesenheit hinterlassen, und ich bin mir ziemlich sicher dass er nie auch nur in der Nähe war.)

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Tags: dsl, ewig, lange, nerv!, scheiß service, surf-sofort-paket, telekom, vodafone, wartezeit

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht: on Monday, December 14th, 2009 at 23:51 und ist eingeordnet unter Antiparadigma. Du kannst den Kommentaren zu diesem Eintrag per RSS 2.0 feed folgen. Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite machen.

2 Responses to “Vodafon-DSL, das Surf-sofort-Pakt, und die Telekom”

  1. Sebastian (Tanis) says:
    2009/12/16 at 12:55

    Ich finde es krass, wie lange es sich in einer Stadt von Welt so hinziehen kann, bis man Internet hat. Alles nur Strategie von der Telekom? Meine Mutter wohnt jetzt am Arsch der Welt und bekommt kein Netz, weil alle Leitungen belegt sind. Das aber nur am Rande. Ich hoffe der fünfte Termin trägt Früchte, ansonsten hat das Vorhaben online zu sein, einen ganzen Jahreswechsel beansprucht.

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  2. Nilu says:
    2010/08/14 at 23:34

    Hat es endlich geklappt??
    Als Trost kann ich ja sagen, dass du nicht der Einzige bist. Bei mir ist ja das Gleiche passiert:
    Ich wollte umziehen, habe 6 Wochen vor dem Umzug Bescheid gesagt. Mir hat Vodafon versprochen, pünktlich einen Techniker zu schicken. Was passiert? Am Tag des Umzugs war weder anrufen möglich noch ins Internet gehen.
    Ich habe angerufen und einen neuen Termin bekommen. Von dem Techniker vom Telekom war keine Spur. Zum zweiten mal habe ich einen Termin bekommen und habe mich wegen dem ersten Fehlversuch beschwert. Der Techniker ist wieder nicht gekommen. zwischendurch musste ich auch meine Abschlussarbeit abgeben und brauchte unbedingt Internet. Lösung: Internetcafe…
    ZUm zweiten Termin waren sie auch nicht da… Zum driten natürlich auch nicht. Dann habe ich einen Anwalt genommen und zum vierten Termin waren sie endlich da.. Da haben sie auf einmal unseren Nachnamen DOCH gefunden, was sie bei den anderen Malen angeblich nicht gefunden hätten. Interessant ist, dass wir die Briefe von denen in der Zeit bekommen hatten, an dem Nachnamen lag es also nicht..
    Ergebnis: Aus meiner Abschlussarbeit ist eine Katastrophe geworden. Ich hatte 2 Monate und 10 Tagen kein Internet und wahrscheinlich immer noch nicht, wenn ich nicht einen Anwalt genommen hätte..
    Also, bist ja nicht der Einzige,,,

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