Bloggen vom Handy aus
Ich bin gerade umgezogen, und habe natürlich vergessen das rosane Umzugsformular 37b rechtzeitig vier Wochen früher bei der Abteilung für Internetanschluss-umlegungsangelegenheiten meines Providers einzureichen. Daher sitze ich jetzt wohl zu recht ohne da.
Aber wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg, und so verfasse ich in eben diesem Moment per Daumengymnastik auf meinem betagten K800i einen Lobesgesang auf mobiles Internet mit Opera-Mini und UMTS.
Wer kein iPhone und auch sonst kein Gerät mit vorsätzlich erweiterten Internetfähigkeiten hat, der kommt um Opera-Mini nicht herum.
Der kleine Bruder des gleichnamigen Desktopbrowsers verbindet sich mit dem Netz über einen Kostenlosen Server der Herstellerfirma in Schweden. Dieser leistet umfassende Vorarbeit bei der Komprimierung von Grafiken, Bildern und HTML-Seiten zur Reduzierung des übertragenen Datenvolumens. Weiterhin wird das Layout der Seiten an die Anzeige auf dem kleinen Handy-Display angepasst.
Soviel zur Theorie. Aber auch in der Praxis funktioniert das wirklich ausgezeichnet! Textblöcke werden auf Bildschirmbreite begrenzt, wodurch horizontales scrollen total entfällt. Es gibt hervorragende Vor- und Zurück-Shortcuts, eine Lesezeichenfunktion mit Schnellzugriff und auf Wunsch kann man jederzeit in den Querformats-Modus wechseln.
Tja, und sogar komplexe PHP-Seiten lassen sich einwandfrei darstellen und bedienen.
Größter Haken an der Sache ist allein der Umstand, dass man dem Hersteller der Software, der auch Betreiber des Proxiservers ist ein gewisser Vertrauen entgegen bringen muss was die darüber übertragenen Daten und Kennworte angeht. Aber da ich über Opera-Software bisher nichts Schlechtes gehört habe…