antiparadigma

Meine Aufmerksamkeit ist gestört, sagen die… (Meine Hyperaktive Weltsicht)
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Archive for June, 2009

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24 Jun 2009

Zensi zensa…

Zensursulaaa! Ok, das schöne Zensursula-Lied von Oliver Kels ist jetzt bereits seit vier Tagen bekannt, und damit nach den Maßstäben unserer schnellebigen Zeit schon mindestens komplett etabliert, und in spätestens zwei Tagen dann ein alter Hut. Aber ich will ja auch gar keinen Anspruch auf die absolute minutengenaue Aktualität erheben.

Vielmehr möchte ich einen Kommentar auf dieses Lied, der bei Youtube vor zwei Stunden eingestellt wurde (oha! Hochaktuell also!) zitieren, wo MadBek79 schrieb:

“Aus der Sicht des Hammers besteht die Welt nur aus Nägeln. (Okay, wenn einer sich für einen Hammer hält, dann hält er alle anderen Köpfe, die er um sich herum sieht, für Nagelköpfe. Auf die haut er drauf. Die versenkt er im Holz oder in der Wand oder wo immer. Und dann schaut er sich um und grunzt zufrieden: freie Sicht bis zu den Alpen! Welch eine Weitsicht!)”

Schön gesagt finde ich! (Auch wenn man auf Youtube keine Pingbacks setzen kann).

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24 June, 2009 at 8:34 by Jasper

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22 Jun 2009

Wer hat gesagt unser Staat wäre fair?

Ich blogge mal wieder, und werde mich hiermit auch wieder zu meinem thematischen Konzept zurück orientieren; nämlich keinem Konzept zu folgen. Das wird auch der Grund für die längere Pause gewesen sein. Wenn ich mich auf fixe Themen einschränke, schreibe ich über manch’ durchaus interessante Erlebnisse nicht, weil sie “nicht so richtig” ins Konzept passen. Aber es heißt ja nicht umsonst “Antiparadigma“! Also los!

Wow, Samstag (20.06.2009) war echt heftig was los! Normalerweise hatte ich nicht vor Tagebuchartig zu schreiben, aber heute gings auf überaus interessante Weise dermaßen drunter und drüber in meinem Leben, dass es einfach erzählt werden muss.

Wie wohl in den letzten Tagen fast jeder mitbekommen haben sollte, sollte gestern der Flughafen Tempelhof besetzt werden. Nunja, bekanntermaßen scheiterte diese Aktion. Was aber angesichts des Aufgebots an Streitkräften Polizeikräften die zum Beschützen einer Wiese (wenn auch einer sehr großen) zusammengezogen worden waren, nicht verwundert. Die ganze Aktion lief beinahe so friedlich wie ursprünglich geplant ab, von den üblichen Krawalltouristen mal ganz abgesehen. Diese Pseudoanarchisten in ihren lächerlichen einheitsschwarzen Klamotten aus dem freundlichen Antifa-Laden mit streetcredibility (manche sagen einfach H&M).

Mit Hartnäckigkeit und Gewitztheit gelang es auch tatsächlich in Einzelfällen den Zaun zu überwinden und auf dem Flugfeld Haschmich mit wenigstens zwei Hundertschaften inklusive Pferden und Hunden zu spielen. Alles in allem also ein ziemlich unfaires und unausgeglichenes Spiel. Aber wer hat gesagt unser Staat wäre fair?

Wirklich schade war, dass die hinzugezogenen Einheiten aus anderen Bundesländern (vorwiegend aus den sehr südlichen), wie deutlich zu erkennen war, entschieden viel schlechter mit der Situation umgingen als die Berliner Einheiten. Letztere nahmen die Sache ziemlich gelassen und professionell hin, und machten einfach ihren Job. Der nunmal daraus bestand eine Wiese vor dem Betretenwerden zu schützen, und die Betretenden möglichst unbeschädigt in Gewahrsam zu nehmen. In entspannteren Situationen legten die Berliner auch mal Teile ihrer Schutzausrüstung ab, und ließen sich mitunter durchaus auf Disskusionen ein, ohne ihre Pflichten zu vernachlässigen. Auch reagierten sie auf die typischen Provokationen und Beschimpfungen erstaunlich unberührt.

Die Mannen aus BaWü, Bayern und Stuttgart hingegen gingen dem Anschein nach mit einem ganz anderen Ansatz an das Thema ran. Sie waren nervös bis gereizt, und in vielen Fällen anscheinend auch mit der Menge an Menschen überfordert. Man konnte sie schon daran erkennen (bevor man den Akzent gehört hatte) dass sie beinahe zu jedem Zeitpunkt ihre Handschuhe an, und ihre Helme aufbehielten, oft sogar mit Mundschutz. Die heftigsten standen sogar wenn es vollständig ruhig und friedlich war mit gezogenem Schlagstock in den vollgepanzerten Händen herum. Deeskalation sieht anders aus!

So kam es zu folgender Situation: Nachdem eine Meute wieder mal gegen den Zaun gesprungen war, und durch starkes Rütteln für Lärm gesorgt hatte, und von den Einheiten drinnen mithilfe großzügig ausgeteiltem Pfefferspray zum zerstreuen überredet worden war, machte ich mir nen kleinen Spaß draus, mit dem Finger gegen den Zaun zu schnippsen. Das veranlasste einen Beamten in zuvor erwähnter vollpanzerung, der mich schon die ganze dauer davor sehr misstrauisch angestarrt hatte (er war möglicherweise verwundert dass ich nicht versuchte irgendwas verwerfliches zu tun) dazu auf mich zu zu Springen, und mir durch seinen Helm mit badensischem Akzent mitzuteilen, dass ich, wenn ich nochmal gegen den Zaun schnippste, dafür eingebuchtet werden würde. Hmmmmm … zugegeben, es mag etwas provokant gewesen sein, aber ich frage mich erlich mit welchem Vergehen er vorhatte diesen Freiheitsentzug zu rechtfertigen?

Eskaliert ist dieses importierte Agressionspotential dann in einer Situation in der ein Polizist in Zivil, der mit Hilfe eines Kollegens einen Demonstranten am Boden ‘arretiert’ hatte, zum “Selbstschutz” gegen einen (wohl zur Befreiung des arretierten) Heranstürmenden Demonstranten seine Handfeuerwaffe zog. Ich finde, dass diese Maßnahme für Fälle aufgespart bleiben sollte in der wirklich das Leben in  Gefahr ist. Gegen einen unbewaffneten Gegner sollte eigentlich Pfefferspray oder höchstens ein Schlagstock eingesetzt werden.

Fazit? Dieser Polizeieinsatz hat (lt. Berliner Morgenpost) 2,5 Mio. Euro gekostet. Das ist traurig! Es hätte einen Bruchteil des Geldes gekostet (vermutlich kaum mehr als 2-300 tsnd.), wenn man sich einfach dafür entschieden hätte, das Areal zu öffnen, und mit einem geringen Aufgebot an Ordnungshütern dafür zu sorgen das die noch vorhandenen technischen Installationen nicht beschädigt werden. Es ist wie mit Wasserdampf: Wenn man viel davon auf engem Raum zusammenpfercht und die Temperatur erhöht, kommt es zu gefährlich hohem Druck, möglicherweise verbunden mit Schäden, Rissen, oder gar einer Explosion. Wenn man ihn aber in einen großen Raum strömen lässt wo er sich verteilen kann, dann ist er völlig ungefährlich.

Für das verbleibenden 2 Mio. Euro hätte man viel gutes tun können. Beispielsweise als Finanzspritze für eine hilfebedürftige Schule, oder auch für alle Berliner, indem man begonnen hätte einen Stadtpark auf dem Gelände entstehen zu lassen.

Das war allerdings noch nicht alles was gestern los war…:

Wer so intensiv in einer linksorientierten Masse badet, der nimmt wohl auch einen spezifischen Geruch an. Als ich nämlich spät abends mit ein paar Freunden auf dem Rückweg von einer Skatehalle auf einem Bahnsteig in Marzahn auf meine S-Bahn wartete, war das für einen steroidgeblähten Deutschnationalisten Grund genug mich zu packen, und mir mit der Faust aufs Maul zu haun. Armer Paarhufer – ich muss wohl sein empfindliches Riechorgan verwirrt, und so diese Abwehrreaktion provoziert haben. Aber übelnehmen kann ichs ihm irgendwie nicht. Zum einen, weil jemand der abends fremde Leute auf Bahnsteigen grundlos ins Gesicht schlägt, sicher ein irrsinnig beschissenes Leben führt, und zum anderen, weil ihn ein solches Verhalten mit sofortiger Wirkung des Rechts beraubt sich “Mensch” nennen zu dürfen. Vielmehr ist er als Schützenswerte Tierart anzusehen, und sollte mit seinesgleichen in umzäunte Reservate ausgewildert werden. Das nennt man dann “national befreite Zone” (glaub ich).

Aber der Staat ist halt auch hier nicht fair, und zwingt die Angehörigen dieser Gattung dazu, in bemitleidenswerter Weise ohne Perspektive und in absolut nicht artgerechter Lebensweise in Plattenbauten vor sich hin zu vegetieren. Wodurch sie natürlich auch zu einer möglichen Gefahr für die Allgemeinheit werden, denn schließlich werden Hunde ja auch nicht bissig geboren, sondern von ihren Herrchen dazu gemacht was sie später sind.

essbarer_zaun
kampfmontur
kampfmontur_und_schlagstock

mars-tv
polizeistreitkrafte
trommler

unabhaengigesantikonfliktteam
viiel-polizei

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22 June, 2009 at 0:26 by Jasper

Tags: Autonome, Berlin, Flughafen, Friedlich, Gewalt, Paarhufer, Polizei, Squat, Tempelhof
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9 Jun 2009

Gedanken zum Ergebnis der Europawahl

Nach der mehr als mies gelaufenen Europa-Wahl stehen wir schon wieder vor dem nächsten Wahlkampf. Am 27. September 2009 wird der deutsche Bundestag gewählt. Sich dort eine größere Wahlbeteiligung zu wünschen ist kaum noch nötig; nachdem die allgmeine Politikverdrossenheit der Stinknormalbürger zu einer so extrem lächerlichen bescheidenen Zusammensetzung des EU-Parlaments Geführt hat. Ohnehin werden die Grundlagen für unsere Legislative mitlerweile im Konsens mit den anderen Mitgliedsstaaten der EU gelegt, der Bundestag ändert höchstens noch Kleinigkeiten.

“EU“? Also die “Union” steckt da zur Hälfte mit drin – wortwörtlich.

Ich frage mich wie das passieren konnte. Dass es so wie bisher nicht weitergehen kann (Finanzkrisen, Pleiten, Bespitzelungen, Datenskandale usw.) sollte doch mitlerweile eigentlich sogar dem letzten Hinterwäldler klar geworden sein. Jaja – “Sollte” heißt leider nicht “ist”! Ich kann nur vermuten, dass sich die Mehrheit derer die überhaubt wählen gegangen sind sich die “guten alten Zeiten” zurückgewünscht hat, in denen es noch bergauf und nicht immerzu bergab ging. Und dieser Wunsch wurde dann mit dem “althergebracht”-Image der Konservativen Parteien assoziiert … oder so. Traurig.

Aber auf der anderen Seite – wenns so weitergeht wie bisher, wird der ganze Laden vermutlich eh innerhalb der kommenden Dekade den Bach ‘nunner gehn. Soll mir auch recht sein. Bin gespannt was danach kommt – kann fast nur besser sein als die derzeitige oberflächliche destruktive, lobbyverseuchte Legislative. (disclaimer: Nein ich bin keineswegs gegen unsere Staatsform, oder das Land in dem ich lebe. Nur gegen die Art in der es derzeit geführt wird!)

[edit]

Jetzt scheint sich auch endlich der arschlahme Politiker-Aparat mit dem Thema “Wahlunlust” auseinanderzusetzen, und berät mit tausend aufgeregten Zungen über geeignete Maßnahmen. Von Wahl-Pflicht bis Strafgeld reicht die Palette der angedachten Mittel den Bürger zur Meinungsäußerung zu mobilisieren.(Quelle: Gulli.com)

Hoffentlich mahlen die Mühlen diesmal schnell genug, um die Vorhaben bis zur nächsten (mehr oder weniger) wichtigen Wahl auch in Kraft zu treten.

In diesem Sinne:

Atom-U-Boot sucht Todesjet

(Für zärtliche Stunden zu zweit)

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9 June, 2009 at 13:29 by Jasper

Tags: Schneckenmühlen des politischen Systems, Stinknormalbürger, Wahlbeteiligung, Wahlunlust
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5 Jun 2009

Kauft gebrauchte Notebooks!

Ein Plädoyer für “Geld sparen, Umwelt schonen und mehr für weniger kriegen”

Ich habe einmal in meinem Leben den Fehler gemacht ein neues Notebook zu kaufen. Damals war das ein Gerät, dass mit einer sehr aktuellen Technik, und einem sehr geringen Preis lokte. Es schien auf den ersten, und sogar auch auf den zweiten Blick ein durch und durch gutes und den-Preis-werter Rechner zu sein. Doch leider steckte hier auch wie sonst immer die Tücke im Detail, und offenbarte sich häppchenweise innerhalb des knapp einen Jahrs der Benutzung. Es zeigte sich dass (oh Wunder!) der niedrige Preis dieser topaktuellen Technik selbstverständlich nicht durch “knallharte Kalkulation” erreicht wurde, sondern indem (natürlich) an wenig offensichtlichen Stellen Abstriche gemacht wurden.

Diese ergonomischen Mängel (Tastatur, Sound, Lüfter etc.) kleckerten sich so langsam in die Freude am neuen Gerät, und wurden abgerundet von einem vorzeitigen Tod des Akkus, nach knapp 8 Monaten – kurz nach Ablauf der Akku-Garantie von 6 Monaten). Ein neuer Akku kostete mich 110 Euro, was den effektiven Gerätepreis auf dann schon gar nicht mehr so günstige 1110 Euro anhob.

Kurz und gut – das vermeintliche Schnäppchen entpuppte sich als Fehlkauf, und ich machte das beste daraus, indem ich es nach nichtmal einem Jahr wieder verkaufte – mit fast vierzig Prozent Verlust.

Seitdem bin ich dabei geblieben Notebooks nur noch gebraucht zu kaufen. Über Händler und mit 12 Monaten Garantie. Und zwar nicht irgendwelche Schnäppchengeräte, sondern ausschließlich Laptops aus den High-End Business-Linien von Namhaften Herstellern (vorwiegend IBM/Lenovo und HP/Compaq).

Diese Geräte wurden für den intensiven beruflichen Einsatz ausgelegt, und glänzen durch Eigenschaften wie Verstärkung durch Metallrahmen in den Gehäusen, verstärkten Schanieren am Displaydeckel, Schraubverbindungen anstelle von Plastiknasen, sowie einer durchdachten Ergonomie, die mit intelligenten Details ein längeres Arbeiten erleichtert. Darüber hinaus sind diese Rechner für möglichst kurze Ausfallzeiten ausgelegt, was sich darin wiederspiegelt, dass sich die Komponenten wie Fesplatte, Arbeitsspeicher, Tastatur etc., bei Bedarf sehr einfach und schnell austauschen oder aufrüsten lassen.

Über die Jahre habe ich durch häufigen Wechsel und ausprobieren einer ganzen Reihe solcher “refurbished“-Notebooks einiges an Erfahrungen (zu ca. 95% positiv) sammeln können, und möchte diese hier weitergeben. Ebenso habe ich bereits viele dieser Geräte an Freunde, Verwandte und Bekannte weitervermittelt, und ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten.

Zu den von mir (durch intensive Benutzung) getesteten Laptops gehören einige Geräte aus der (schon recht alten) Armada M Serie von Compaq, jede Menge Thinkpads von IBM (T-Serie: T20, T40, T41, T42, T43, T43p; X-Serie: X21, X40, X41) sowie seit neustem das hervorragende HP-Compaq NC2400-Subnotebook.

Mehr Details folgen demnächst :-)

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5 June, 2009 at 11:30 by Jasper

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