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31 May 2009

Berlin: 23.645 Fahrraddiebstähle im Jahr 2008!

In der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zum Jahr 2008 (die gibts hier) heißt es:

“Bei insgesamt 3.440 Fahrraddiebstählen im gesamten ÖPNV im Jahr 2008 gegenüber 2.397 Taten im Vorjahr weist dieses Delikt unter allen hier betrachteten Straftaten bzw. Straftatengruppen mit 43,5% die größte Steigerungsrate auf.“

Und weiter:

“Vorrangig kommt es zum Diebstahl von Fahrrädern, die von Pendlern an S-Bahnhöfen abgestellt werden.“

Allerdings sind das noch verhältnismäßig kleine Zahlen im Vergleich zu den insgesamt gemeldeten Fahrraddiebstählen. Hier gab es nämlich mit 23.645 gemeldeten Fällen ein Plus von 3.399 Fällen, oder 16,8% mehr als im Vorjahr 2007! (Zu finden auf Seite 20 der PKS).

Und weil das echt nicht sein muss wenn man ein paar simple Grundsätze beachtet, werde ich hier weiterhin auf typische und untypische Fehler hinweisen die beim anschließen von Fahrrädern vorkommen können. Zum wirklich sicheren Anschließen des Bikes gehört neben der richtigen Wahl einer geeigneten Position für das Schloss am Rad selbst, auch eine geeignete Gegenseite, damit das Fahrrad keine “Flügel bekommt”. Leider sind einige gut gemeinte Fahrrad-Anschließplätze bereits mit derart gravierenden Schwachstellen konstruiert, dass das beste Schloss völlig wertlos wird. Hierzu zählen insbesondere solche, die sich mit minimalem Einsatz von Werkzeug auseinander schrauben lassen, oder so dünn gestaltet sind, dass sie schneller “geknackt” sind als das Schloss selbst.

Außerdem werden leider im Handel viele Schlösser angeboten, die einem geübten Dieb wenig bis garkeinen Widerstand entgegensetzen. Deswegen werde ich einige Fahrradschlösser vorstellen, und auf eventuell vorhandene Schwachstellen hinweisen. Zum Beispiel lassen sich billige Schlösser in vielen Fällen mit einfachsten Mitteln öffnen. Manche mit einer kleinen Hand-Kneifzange, andere mit einem schlichten Flachschraubendreher!

Das alles, und mehr – in kürze auf diesem Blog!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht: on Sunday, May 31st, 2009 at 00:24 und ist eingeordnet unter Ein Herz für Diebe. Du kannst den Kommentaren zu diesem Eintrag per RSS 2.0 feed folgen. Du kannst kommentieren, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite machen.

4 Responses to “Berlin: 23.645 Fahrraddiebstähle im Jahr 2008!”

  1. Steffen says:
    2009/05/31 at 10:25

    Und dann war da noch die Sache mit dem Stift mit dem man Schlösser in sekundenschnelle knacken kann.

    Interessant wäre auch mal ne Statistik darüber, wieviel Leute ihren Raddiebstahl wirklich melden. Da meldet sich doch kaum jemand bei der Polizei oder? Mal googeln.

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  2. Steffen says:
    2009/05/31 at 10:36

    Wikipedia schreibt das circa 400.000 Räder jährlich geklaut werden. Und das Schlimme daran ist, das 22% der Beklauten sich dann kein neues Rad mehr zulegt.

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  3. Jasper says:
    2009/05/31 at 12:15

    Sicher wird die Dunkelziffer noch höher liegen. Aber ich unterstelle mal, wenn jemand wegen eines geklauten Rades nicht zur Polizei geht, kann es für ihn nicht so sehr wichtig/schmerzhaft gewesen sein. Daher halte ich mich an die Zahlen der angezeigten Diebstähle, und versuche nicht noch zusätzlich die Dunkelziffer zu erfahren.

    Fast das selbe würde ich vermuten in Bezug auf die Leute die sich kein neues Rad kaufen würden. Das sind scheinbar Menschen, für die das Fahrrad kein notwendiges Transportmittel darstellt. Die möglicherweise nur Radfahren weil sie zu faul zum laufen sind. (Oh – weit aus dem Fenster gelehnt ;-) . Ich hoffe niemand fühlt sich angegriffen)

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  4. erik says:
    2009/06/22 at 15:14

    Na ist doch klar, warum sich 22 % kein neues kaufen: Weil sie ein neues klauen! :-) Das ist der Kreislauf des Lebens. Manche kaufen sich immer neue, und manche steigen um auf die Kreislaufwirtschaft. So hat man immer mal wieder ein neues Rad.

    Diejenigen, die ein neues Rad kaufen, tun das doch nur, damit nicht zu alte Räder im Kreislauf sind. Nett.

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